Hundeerziehung

In der Hundeerziehung geht man heute von bestimmten Basics aus, die sich in Regeln zusammenfassen lassen. Hundehalter müssen wissen: Die Erziehung ihres vierbeinigen Freundes bedeutet harte Arbeit und erfordert Disziplin, Aufmerksamkeit, Konsequenz, Geduld und Durchhaltevermögen. Der Hund belohnt jedoch diese Mühe, denn Mensch und Tier werden alsbald ein unzertrennliches Team.

Basics der Hundeerziehung

Zu den Basics gehört: Der Hund benötigt eherne Regeln, deren Befolgen oder Nicht-Befolgen über ein System von Belohnung und Strafe erlernt wird. Dabei sind harte, züchtigende Strafen in der modernen Hundeerziehung verpönt, sie gelten als kontraproduktiv. Dennoch ist Konsequenz unerlässlich, denn wenn ein Hund mit seinem Fehlverhalten ungestraft durchkommt, ist die Wiederholung vorprogrammiert. Das Sanktionierungssystem muss

  • angemessen,
  • sehr zeitnah und
  • nachvollziehbar

funktionieren. Das bedeutet beispielsweise: Für das gleiche Fehlverhalten muss es die gleiche Strafe geben - für das gleiche Wohlverhalten das gleiche Lob. Das Timing dürfen Hundebesitzer nicht unterschätzen: Die Kausalkette Verhalten -> Folge daraus “begreift” der Hund in einer bis fünf Sekunden, danach kaum noch.

Calming Signals von Hunden

Calming Signals sind “feine” Signale, die ein Hund aussendet, bevor er aggressiv wird. Laien und nicht einmal Hundebesitzer können diese Signale immer richtig deuten. Hätten Sie gedacht, dass ein gestreichelter Hund, der die Zunge leicht aus dem Maul schiebt, das Streicheln wahrscheinlich als unangenehm empfindet und gleich zuschnappen könnte? Darauf kommen unerfahrene Erwachsene und erst recht Kinder meistens nicht, denn der Hund sieht gerade so niedlich aus!

In der Regel führt eine Verkettung von Faktoren zum missgelaunten Hund, die in der Hundeerziehung vermieden werden können. So sollten Sie dem Hund sein Knurren oder Bellen nicht verbieten, er kommuniziert auf diese Weise. Wenn er das nicht mehr darf, schnappt er zu - was soll er sonst tun?

Ein Fremder, der sich über den Hund beugt, um ihn zu streicheln, wirkt auf das Tier bedrohlich. Stellen Sie sich vor, ein Drei-Meter-Riese würde unerwartet hinter Ihnen auftauchen und Ihnen noch so sanft über den Kopf streichen - was empfänden Sie? Etwas anderes ist es, wenn sich der Riese von vorn nähert und sich zunächst bekannt macht. Sein Missbehagen drückt der Hund durch Calming Signals aus, die Menschen lernen können zu verstehen.

Todsünden der Hundeerziehung

Es gibt neben grober Gewalt noch einige weitere Todsünden, die Sie in der Hundeerziehung um jeden Preis vermeiden sollten, unter anderem

  • Dauerbeschallung (Kommandos fortlaufend brüllen),
  • Widerspruch zwischen Kommando und Körpersprache des Menschen,
  • Nachlässigkeit und Inkonsequenz,
  • undurchführbare Kommandos sowie
  • verspätetes Lob, verspäteter Tadel (siehe oben).
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