Berner Sennenhund

Der Berner Sennenhund stammt aus der Schweiz und wurde dort früher Dürrbächler genannt. Die FCI anerkennt die Rasse in Gruppe 2, Sektion 3, Nr. 45. Rüden werden 64 – 70 cm, Hündinnen 58 - 66 cm hoch, das Gewicht legt die FCI nicht fest.

Berner Sennenhund: Aussehen und Charakter

Der kräftige Hund hat ein langes und weiches Fell, das schlicht (glatt), bestenfalls leicht gewellt sein sollte. Die Hängeohren sind nicht sehr groß, hoch angesetzt und ebenfalls behaart. Seinen Hauptakzent erhält der dreifarbige Berner Sennenhund durch den schwarzen Mantel über Rumpf, Kopf und Hals sowie Schwanz.

Die typische weiße Blesse beginnt an der Stirn und setzt sich symmetrisch zur Schnauze hin leicht verbreitern fort, soll aber maximal die Lefzenwinkel erreichen. Weitere passende Merkmale sind das weiße Brustkreuz und die weißen Pfoten. Auch eine weiße Schwanzspitze ist bei vielen Exemplaren zu sehen, die durch braunrote Flecken direkt über den Augen den Namen „Vieräugler“ erhielten.

Ergänzt wird der Phänotyp durch braunrote Backen, ebensolche Abzeichen finden sich seitlich rechts und links vom weißen Brusthaar und an den Läufen. Symmetrische Farben bieten ein sehr harmonisches Bild. Wenn die Vorder- und Hintergliedmaßen gut gewinkelt sind und der Berner Sennenhund im Bewegungsablauf frei ausgreift, handelt es sich um ein perfektes Tier. Die Rasse gilt als freundlich, selbstsicher und gutmütig mit ausgeprägtem Wachtrieb ohne Aggression. Es sind gute Haus-, Hof- und Familienhunde.

Geschichte des Berner Sennenhundes

Man vermutete einmal eine Abstammung von der großen tibetanischen Dogge, diese Theorie wurde aber verworfen. Entdeckt wurde der Berner Sennenhund in den Alpen vor rund 200 bis 300 Jahren, Anfang des 20. Jahrhunderts hielten ihn Bauern in den Voralpen um Bern herum als Wach- und Treibhund. Besonders beliebt war er bei den Bewohnern des Weilers Dürrbach (Kanton Bern), was ihm zunächst den Namen "Dürrbächler" einbrachte. Auf Hundeausstellungen tauchte er ab 1902 auf, ab 1907 entstand der "Schweizerische Dürrbach-Klub", der die Rasse auf den gegenwärtigen Standard hin züchtete. In Anlehnung an Schweizer Sennenhunde hieß sie nun "Berner Sennenhund".

Einsatz und Eignung

Heute gilt der Berner Sennenhund als beliebter Familienhund im D.A.C.H.-Gebiet, auch deutsche Kinder lieben ihn über alles. Für den Hundesport ist er wenig geeignet, aber für die Zughundearbeit, als Rettungshund oder als Fährtensuchhund.

Ein Berner Sennenhund als Familienhund ist zwar stubentauglich, benötigt aber viel Bewegungsfreiheit und mag es eher kühl. Es gibt ein kleines gesundheitliches Problem: Berner Sennenhunde können schlecht Treppen steigen, sie brauchen einen Aufzug wegen ihrer Gelenkprobleme. Heute wird die Rasse gezielt auf die Ausmerzung von Krankheiten hin gezüchtet.
 

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