Border Collie

Der Border Collie wird von der FCI als britischer Arbeits- und Hütehund in Gruppe 1, Sektion 1, Nr. 297 anerkannt. Das Gewicht legt die FCI nicht fest, die Widerristhöhe von Rüden erreicht idealerweise 53 cm. Hündinnen sind etwas kleiner.

Border Collie: Aussehen und Charakter

Der Körperbau von Border Collies ist harmonisch, sie sind mehr lang als hoch und muskulös. Bekannt ist diese Rasse für ihre Schnelligkeit, die Beweglichkeit und Ausdauer sowie die hohe Intelligenz (siehe weiter unten). Zwei Fellvarianten erkennt der FCI an, die Hunde können stockhaarig sein oder ein mäßig langes Fell aufweisen. In beiden Fällen soll das Haarkleid dicht mit guter Unterwolle und Textur sein. Farblich treten Border Collies in zahllosen Varianten auf, jedoch sollte die weiße Farbe nie dominieren. Ansonsten können sie schwarz-weiß, rot und blau, zobelfarben, hellbraun oder australian-red gefärbt sein, darüber hinaus gibt es noch weitere leicht exotische Varianten.

Der breite Kopf zeichnet sich durch den ausgeprägten Stop aus, der Fang ist kräftig und eher kurz mit vollständigem Scherengebiss. Neben den breit angesetzten, oft braunen Augen und den mittelgroßen, aufrecht stehenden Ohren ist ein weiteres Kennzeichen die mäßig lange und gut behaarte Rute, die der Border Collie niemals über den Rücken trägt. Die bewegungsfreudigen Border Collies brauchen viel Beschäftigung, sie lernen sehr schnell und gelten als aufmerksame, lebhafte und sensible Hunde.

Herkunft und Geschichtliches zum Border Collie

Die ersten Vorläufer dieser Rasse wurden vermutlich schon um 800 von den Wikingern gehalten, ein Leibarzt der britischen Königin Elisabeth I. (John Caius) beschrieb sie im Jahr 1576 als lebhafte und fleißige Hunde. Schließlich züchteten ihn Schotten und Engländer, seinen Namen verdankt er der Grenze (“border”) zwischen Schottland und England. Die FCI anerkannte ihn als Rasse ab 1976.

Border Collie: Einsatz und Eignung

Über Jahrzehnte und Jahrhunderte war der Border Collie Hütehund für Schafe in Großbritannien, dann erlangte er große Beliebtheit im Rahmen des Agility-Sports. Schließlich wurde die Rasse populär, das “Schweinchen namens Babe” hatte einen Border Collie zum Freund, Familien schafften ihn zunehmend an. Er ist tatsächlich ein sehr gut geeigneter Familienhund und darüber hinaus äußerst intelligent.

In Deutschland wurde der Border Collie Rico (1994 - 2008) berühmt, als er 1999 im Fernsehen bei “Wetten, dass…?” zahllose Wörter den richtigen Spielzeugen zuordnen konnte. Auch holte er auf Kommando Gegenstände aus einem Nebenraum. Es folgten weitere Fernseh-Auftritte unter anderem bei Stern-TV, Rico konnte dabei seine Fähigkeiten immer weiter steigern. Schließlich interessierte sich die Wissenschaft für ihn, es erschienen über diesen Border Collie sogar Artikel im Fachmagazin Science. Die Rasse galt schon vorher als überaus intelligent und anpassungsfähig.

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