Boxer

Der Boxer ist eine deutsche Hunderasse, ein gebräuchlicher Name ist auch Deutscher Boxer. Die FCI klassifiziert die Rasse in Gruppe 2, Sektion 2.1, Nr. 144.

Boxer: Erscheinung und Wesen

Es handelt sich beim Deutschen Boxer um einen kräftigen, stämmigen Hund mit kurzem, glattem, eng anliegendem Haar. Der Knochenbau ist stark, der Körperbau ist quadratisch. Das bedeutet, die Widerristhöhe eines Boxers entspricht seiner Körperlänge. Die Muskulatur dieser Rasse ist kräftig entwickelt und tritt plastisch hervor. Je nach Konstitution erscheint ein Deutscher Boxer massig oder drahtig.

Seine Ohren und die Rute dürfen nicht kupiert werden, die Rute sitzt eher hoch, die Ohren setzen ebenfalls hoch am Kopf an und liegen eng an, wobei sie hinunter bis zur Backe reichen. Ein Boxer hat dunkle Augen mit ausgefärbten Lidrändern und einen schlanken, kantigen Schädel mit breitem Fang. Das ist das typische “Boxergesicht”, zu dem auch der Vorbiss gehört, bei dem der Unterkiefer den Oberkiefer überragt. Die Lippen sollen dennoch aufeinander liegen. Insgesamt ist der Boxer sehr muskulös, das betrifft den Hals, den Rücken und die Hinterhand. Seine phänotypische Eleganz verdankt er den parallelen Vorderläufen und der unteren Brustlinie, ebenso ist das kurze, harte Haarkleid glänzend und anliegend mit gelber Grundfarbe. Es gibt beim Boxer Farbabstufungen zwischen hellgelben bis dunkelhirschroten Färbungen, auch gestromte Exemplare sind anzutreffen. Typisch ist eine schwarze Maske.

Der Deutsche Boxer ist ausgeglichen und selbstbewusst, kann auch spielerisch mit Situationen umgehen und gilt als neugieriger Hund. Er wirkt als Welpe sehr begeisterungsfähig, erwachsene Boxer sind eher ernste und bisweilen etwas rauflustige Hunde.

Geschichtliches zum Boxer

Die ersten Züchtungen des Boxers stammen aus dem Mittelalter, an europäischen Fürstenhöfen wurden Bullenbeißer-Schläge für die Jagd auf Bären oder Wildschweine benötigt. Der unmittelbare Vorfahre dürfte der Brabanter Bullenbeißer gewesen sein. Die Bullenbeißer kreuzte man später mit Bulldoggen, sie vereinheitlichten sich und erhielten ihren heutigen Namen. Den deutschen Boxer-Klub gibt es seit 1895, er hat seinen Sitz in München. Ab 1904 stellte dieser Klub Standards auf, welche die FCI übernimmt.

Boxer: Einsatz und Verwendung

Heute ist der Boxer nur selten ein Diensthund, jedoch ein beliebter Wach-, Sport- und Familienhund. Auch Rettungsstaffeln setzen ihn bisweilen ein. Innerhalb einer Familie integriert er sich gut, er ist gegenüber seiner menschlichen Umgebung praktisch nicht aggressiv und darüber hinaus nervenstark genug, um tobende Kinder auszuhalten. Allerdings tobt er als junger Hund selbst sehr gern und muss erzogen werden, wobei man dem jungen Boxer deutliche Grenzen aufzeigt.

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