Collie

Vom Collie gibt es mehrere Rassen, welche die FCI anerkennt, darunter den Langhaar- und den Kurzhaarcollie, den Bearded, Border und Shetland Collie. Der Langhaarcollie ist in unseren Breiten die meistens gemeinte Rasse, die FCI klassifiziert ihn in Gruppe 1, Sektion 1, Nr. 156. Die Widerristhöhe der Rüden soll 56 – 61 cm, die der Hündinnen 51 – 56 cm betragen. Das Gewicht ist im Rassestandard nicht festgelegt.

Collie: Aussehen und Wesen

Es gibt den Langhaarcollie in den beiden Varianten des britischen und amerikanischen Typs, der britsche Typ wirkt elegant bis adlig mit aufgeplüschtem, durchmischtem Oberfell und seidiger Unterwolle. Die amerikanische Variante des Collies ist etwas schwerer, der Kopf wirkt kräftiger, auch ist das Deckhaar sehr glatt und lässt sich deutlich von der Unterwolle unterscheiden. FCI-Verbände züchten allerdings nach britischem Standard. Die Färbung kann zobel-weiß, tricolor (vorwiegendschwarz-weiß-tan) und blue-merle ausfallen, der amerikanische Standard kennt auch einen weißen Collie, während die Zucht nach britischem Standard (FCI-Standard) die Merle-Züchtung verbietet, die unter Umständen zu Erberkrankungen führen kann. Der Kopf läuft sehr typisch spitz zu, insgesamt ist es ein schlanker Hund mit relativ raumgreifendem Schritt und guten Trabereigenschaften.

Collies gelten als intelligent und müssen entsprechend gefordert und gefördert werden. Wenn sich die Halter dieser Mühe unterziehen, versteht ihr Collie sehr viele Befehle und handelt darüber hinaus oft selbstständig.

Geschichtliches zum Collie

Collies wurden als Schäferhunde gezüchtet, in Schottland weist man ihre Herkunft bis ins 13. Jahrhundert nach. Aus dieser Zeit stammt auch der Name der Rasse, denn die Schotten nannten ihre Hochmoor-Schafe Colleys, die Hütehunde Colley Dogs. Wahrscheinlich haben die Römer die ersten Herdenschutzhunde vor rund 2.000 Jahren auf die britischen Inseln eingeführt, wo sich dann die Rasse etablieren konnte, die aus einer Mischung mit dem Alpenspitz entstand. Die britischen Königinnen lieben seit Victoria (19. Jahrhundert) die Collies sehr und halten sie gern. Den ersten englischen Collie Club gab es 1840, ab 1858 wurde die Rasse in England anerkannt. Die Zucht zur heutigen modernen Art begann ab den 1870er Jahren, als Stammvater gilt der Rüde „Old Cocki“. Den ersten verbindlichen Rassestandard gab es ab 1881. In jener Zeit führten ausgewanderte Briten auch die Collies nach Amerika und Australien aus, wo sich eigene Rassen etablierten.

Collie: Einsatz und Verwendung

Ein Collie ist ein prädestinierter Familienhund, denn er ist sehr sozial und nicht aggressiv. Allerdings benötigt er sehr viel Bewegung. Singles kommen ausgezeichnet mit einem Collie klar, wenn sie sportlich sind, auch in lebhaften Familien mit Kindern ist er sehr gern gesehen. Ältere Personen könnten unter Umständen mit dem Bewegungsdrang der Rasse leicht überfordert sein.
 

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