English Shepherd

Der English Shepherd (Shepherd = Schäferhund) stammt aus den USA. Die Rasse wird von der FCI nicht anerkannt, allerdings vom UKC (United Kennel Club). Rüden erreichen eine Widerristhöhe zwischen 46 - 58 cm bei einem Gewicht von 20 – 27 kg, die kleineren Hündinnen wiegen 18 – 22 kg. Der UKC anerkennt die Rasse schon seit 1927. Dieser US-amerikanische Dachverband von Hundezüchtern und -sportlern mit Hauptsitz in Michigan ist dem FCI vergleichbar, entstand in den USA und hat inzwischen auch Dependancen in Europa.

English Shepherd: Aussehen und Wesen

Der Hund ist mittelgroß und durch seine körperliche Konstitution sehr schnell und wendig. Es ist ein Hütehund, der durch den UKC definierte Rassestandard verlangt für das Urteil eine stärkere Gewichtung der Eigenschaften als Hütehund gegenüber dem Aussehen. Das Fell kann mittellang bis lang sein, am Kopf ist es ebenso wie an den Läufen sehr kurz. Als Farben gelten schwarz-lohfarbene, dreifarbige und zobelfarbene Phänotype als akzeptabel, Letztere mit weißem oder schwarz-weißem Einschlag. Merle, reines Schwarz und Albinismus disqualifizieren einen English Shepherd nach den UKC-Standards.

Das Fell der Rasse ist wetterfest und praktisch selbstreinigend. In der Regel tragen diese Hunde eine relativ lange Rute, jedoch kommen auch Stummelruten vor. Der mittellange Kopf mit mäßigem Stop und mäßig breiter Schnauze ist leicht gerundet, der English Shepherd trägt ihn hoch. Ein äußeres Wesensmerkmal ist die gleichlange Distanz zwischen Stop und Nasenspitze sowie und Stop und Hinterhaupt. Standardgemäß muss der English Shepherd ein Scherengebiss aufweisen, Vor- oder Rückbiss wären schwere Fehler. Am Kopf anliegende Kippohren und dunkle bis mittelbraune Augen ergänzen die äußere Erscheinung.

Das Wesen dieser Rasse wird als ungemein intelligent beschrieben, die Hunde sind sehr aktiv und temperamentvoll. Ihre Arbeit als Hütehunde nehmen sie ernst, sie gehen autoritär, kooperativ und mutig vor. Gegenüber dem Hundeführer sind sie höchst loyal, arbeiten mit ihnen eng zusammen und bleiben sehr anhänglich und treu.

Einem Fremden gegenüber verhält sich der English Shepherd hingegen eher reserviert, was für einen Hütehund als erwünschte Eigenschaft gilt. Da seine Eigenschaften als Hütehund so hoch angebunden werden, müssen seine Besitzer immer mit Hütetrieb und leichtem Kontrollverhalten rechnen. Daher ist ein English Shepherd auch ein guter Wachhund.

Geschichtliches zum English Shepherd

Die Rasse wurde in den USA vermutlich von Collies eingekreuzt, die britische Auswanderer mitgebracht haben. Der moderne English Shepherd dürfte ziemlich direkt von Border Collies und Vorläuferrassen abstammen.

English Shepherd: Verwendung

Wie schon beschrieben gibt die Rasse gute Wachhunde und natürlich Treib- und Hütehunde ab. Der English Shepherd kann auch Rinder lenken, er zwickt sie nötigenfalls in die Fersen. In Familien fügt er sich gut ein, muss jedoch körperlich und geistig ausreichend beschäftigt werden. Für Hundesportler ist es eine sehr gut geeignete Rasse.
 

website statistics