Französische Bulldogge

Die Französische Bulldogge wird von der FCI als in Gruppe 9, Sektion 11, Nr. 101 anerkannt. Die Widerristhöhe legt die FCI nicht fest, sie kann beim Maximalgewicht von 14 kg für Rüden bis 35 cm reichen. Das Gewicht schwankt zwischen 8 - 14 kg.

Französische Bulldogge: Aussehen und Charakter

Tiere dieser Rasse sind muskulös und drahtig, dabei sehr beweglich mit kurzer Rute, Fledermausohren und kurzem Fang. Der Kopf ist eckig und breit, das kurze Fell macht den Hund empfindlich gegen Temperaturschwankungen. Der massive Kopf mit dem flachen Schädel weist eine gewölbte Stirn auf, der Stop ist gut ausgeprägt. Mit dem breiten, kräftigen Unterkiefer ist die Französische Bulldogge ein Vorbeißer (Brachycephalie) mit kurzem Hals und kurzem Rücken, der hinter den breiten Schultern leicht abfällt. Bei den Läufen ist ein wichtiges Charakteristikum die längere Hinterhand.

Das kurze, glänzende Haar kann gestromt, falbfarben und gescheckt sein, die gestromten Exemplare dürfen kleinere weiße Abzeichen aufweisen. Französische Bulldoggen sind weniger aggressiv, als der erste Blick vermuten ließe, allerdings sind es nicht per se handzahme Hunde. Immerhin wurden sie aus Bulldoggen und Terriern gezüchtet.

Herkunft und Geschichtliches zur Französischen Bulldogge

Die Züchtung erfolgte ursprünglich aus der Englischen Bulldogge, die ein klassischer Kampfhund war. In Frankreich kreuzten Jäger diesen Typ mit Terriern und entwickelten auf diese Weise einen Jagdhund, auch in Großbritannien ging die Zucht weiter. 1836 wurde die Französische Bulldogge erstmals ausgestellt, später exportierten ihn britische Züchter nach Frankreich und setzten dort die Einkreuzung mit Terriern und wahrscheinlich auch Möpsen fort, von denen die Französische Bulldogge die gedrehte, kurze Rute und die vorstehenden Augen erhalten haben dürfte. Erste Rassestandards wurden ab den 1880er Jahren definiert, die FCI erkannte die Rasse erst 1987 an.

Französische Bulldogge: Einsatz und Eignung

Mit ihrer unbekümmerten Einstellung und dem relativ sanften Wesen eignet sich die Französische Bulldogge ausgezeichnet als Gesellschafts- und Begleithund, der einen engen Kontakt zum Menschen benötigt. Die Hunde sind von entspannt und locker bis hyperaktiv, man setzt sie als Begleithund, Stadt- und Familienhund ein.

Jedoch ist zu beachten, dass die Rassemischung aus Terrier und Bulldogge manchmal zu Aggressionen neigen kann. Vor allem Hunde des gleichen Geschlechts können angeknurrt werden, Hündinnen sind davon mehr betroffen als Rüden. Wenn also Eigentümer einer Französischen Bulldogge einen Zweithund anschaffen möchten, sollten sie hierzu einen Hund des entgegengesetzten Geschlechts wählen. Bei Rüden trägt eine Kastration zur Eindämmung der aggressiven Tendenzen bei, die aber nicht generell erwünscht ist. Als hilfreich erweist sich von klein auf der Besuch einer Hundeschule.
 

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