Golden Retriever

Der Golden Retriever wurde als Hunderasse von der FCI in Gruppe 8, Sektion 1 Nr. 111 anerkannt. Die britische Rasse ist mittelgroß bei einer Widerristhöhe von 56 - 61 cm (Rüden) bzw. 51 - 56 cm (Hündinnen). Das Gewicht legt der Standard in diesem Fall nicht fest, es liegt zwischen rund 33 - 40 kg.

Golden Retriever: Aussehen und Charakter

Der harmonisch gebaute und gut proportionierte Hund bringt einen kräftigen Knochenbau bei wohlgeformtem Schädel mit, der Stop ist sehr ausgeprägt. Durch die dunklen Augen wirkt ein Golden Retriever liebenswert und sanft, was auch dem tatsächlichen Charakter entspricht.

Das Fell ist mittellang mit welligem oder glattem Deckhaar und Wasser abweisender Unterwolle, farblich treten alle Schattierungen von Cremefarben bis Dunkelgolden auf. Golden Retrievers sind lebhaft, aber niemals hektisch, passen sich gut an und lassen sich gern für Beschäftigungen begeistern.

Geschichte der Golden Retrievers

Vermutlich stammt die Rasse aus Neufundland, von wo aus er durch britische Seeleute nach England importiert wurde. Die neufundländischen und später britischen Fischer setzten die Retrievers zum Apportieren von Bootsleinen und aus Netzen gefallenen Fischen ein, in England kreuzte man dann die Rasse mit dem Irischen Setter ein und verbesserte die Stöbereigenschaften an Land.

Als Ursprungsbeleg der heutigen Rasse gilt ein Golden Retriever namens “Nous”, den der englische Lord Tweedmouth 1864 erwarb und mit einer Spaniel-Dame zusammenbrachte. Spaniels waren schon damals gute Apportierhunde. Ab diesem Zeitpunkt begannen die Briten mit der Zucht der Golden Retrievers.

Pflege und Eignung

Wegen ihres ausgeglichenen Temperaments ohne Anflüge von Hektik gelten Golden Retrievers als Familienhunde, gehören aber mit der FCI-Gruppe 8 zu den Apportier-, Stöber- und Wasserhunden.

Auch ältere Hunde spielen noch gern, zudem gilt die Rasse als sehr gehorsam und leicht zu führen. Bei guter Integration ins Familienleben sind es anhängliche und gesellige Hunde. Gehalten werden sie von Jägern, die der Rasse eine ausführliche Ausbildung angedeihen lassen, sowie von Familien.

In der Jagd spielt der Golden Retriever heute eine recht große Rolle, er apportiert Wild und arbeitet dabei “nach dem Schuss”, läuft also sofort nach dem waidgerechten Erlegen los und bringt dem Jäger Enten und Niederwild. Diese Aufgaben erledigen Golden Retrievers aufgrund ihrer hohen Intelligenz und der Wasserfreude sehr gut.

Auch als Rettungs- und Blindenhunde sind die Golden Retrievers gut geeignet, darüber hinaus hervorragende Familienhunde, die aufgrund fehlender Aggressivität sehr gut mit Kindern zurechtkommen. Das Fell dieser Rasse benötigt gründliche Pflege durch Bürsten, auch muss der Golden Retriever bewegungsintensiv gehalten und beschäftigt werden.

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