Hovawart

Der Hovawart ist ein deutscher Gebrauchshund, die FCI führt ihn in Gruppe 2, Sektion 2.2, Nr 190. Die Widerristhöhe der Rüden erreicht 63 - 70 cm, bei Hündinnen 58 - 65 cm. Das Gewicht der Rüden beträgt rund 40 kg, bei Hündinnen sind es etwa 30 kg.

Hovawart: Aussehen und Wesen

Der Hovawart in verschiedenen Farben

Der Hovawart bewegt sich mit seinem mittelgroßen und kraftvollen Körper sehr ausgreifend, sein Kopf ist kräftig und durch die breite, gewölbte Stirn gekennzeichnet. Die Vertreter dieser Rasse haben praktisch durchweg braune Augen und dreieckige Hängeohren. Ihr auffälliges Haarkleid ist lang, leicht gewellt und in den drei unterschiedlichen Varianten black and tan, schwarz oder blond gefärbt. Hündinnen sind nicht nur deutlich kleiner als Rüden, sondern haben auch einen erkennbar schlankeren Kopf. Rein phänotypisch könnten sie mit einem Flat Coated Retriever verwechselt werden. Auch die blonden Hovawarte unterliegen der Verwechslungsgefahr mit Golden Retrievern.

Der Hovawart gilt bei guter Pflege als sehr robuster und gesunder Hund, was der Zucht geschuldet ist. Auch bringen diese Hunde viel Charakter mit und müssen daher konsequent geführt werden. Sie sind wachsam und dabei so anhänglich wie sensibel, auch lieben sie die Geselligkeit. Die Intelligenz, Lernbereitschaft und Energie dieser Hunde muss gefördert werden, daher benötigen Hovawarte viel Beschäftigung. Dabei sind sie Spätentwickler und erst mit etwa drei Jahren “erwachsene” Hunde.

Herkunft und Geschichtliches zum Hovawart

Die Herkunft erschließt sich aus dem Namen: Hovawart kommt aus dem Mittelhochdeutschen und heißt “Hofwächter”. Es waren ursprünglich derbe Bauernhunde, die man schon im Mittelalter kannte und beschrieb. Allerdings wurden damals viele Rassen mit der entsprechenden Aufgabe so bezeichnet. Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erhielt die Rasse dann eine präzise Klassifizierung. Nach wie vor kamen Hovawarte als Wachhunde und ebenso als Zughunde zum Einsatz.

Die Züchter Bertram und Kurt Friedrich König (Vater und Sohn) entwickelten ab den 1920er Jahren den heutigen Hovawart, sie kreuzten die damals bekannten Exemplare mit Deutschen Schäferhunden, Neufundländern und Leonbergern, um bestimmte Eigenschaften zu erhalten. Seit 1937 ist der Hovawart als eigenständige Rasse anerkannt, ab 1964 erlangte er den Status als Gebrauchshund.

Hovawart: Einsatz und Verwendung

Diese Hunde sind für Agility bestens geeignet, sie können auch Jogging- oder Reitbegleiter sein. Für aktive, jüngere Menschen und auch Familien ist es ein idealer Hund. Darüber hinaus setzt man ihn bei Behörden und durch Rettungsdienste als Fährten-, Schutz- und Rettungshund ein. Der zuständige Rassezuchtverein RZV strebt die Zucht zum sportlichen, gesunden Gebrauchshund mit Nervenstärke und ausgeprägtem Beuteverhalten an.
 

website statistics