Labrador Retriever

Den Labrado Retriever vermerkt die FCI als britische Hunderasse in der Gruppe 8, Sektion 1, Nr. 122. Die Rüden werden 56 - 57 cm hoch (Widerrist), die Hündinnen 54 - 56 cm, das Gewicht legt die FCI nicht fest.

Labrado Retriever: Aussehen und Charakter

Der Labrador Retriever tritt einfarbig schwarz, braun, leberfarben oder gelb auf, auch fuchsrote Exemplare gibt es. Er ist kräftig mit breitem Schädel, der Brustkorb liegt tief, Lendenpartie und Hinterhand, werden als kurz und breit beschrieben. Diese Hunde sind recht freundlich und möchten den Menschen gefallen. Beim Aussehen fällt die “Otterrute” auf, die sich zur Spitze verjüngt. Seine mittelgroßen Ohren trägt ein Labrador Retriever dicht am Kopf, sie sind relativ weit hinten angesetzt.

Es gibt einige Linien der Rasse, obgleich die FCI nur einen Standard beschreibt. Labrador Retriever gelten ihrem Wesen nach als sehr gutmütig, freundlich, nicht aggressiv und auch nicht scheu. Dabei sind sie auch geduldig, daraufhin wurde die Rasse einst gezüchtet. Wer einen Labrador Retriever hält, muss ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigen, es sind sehr rege und intelligente Hunde.

Historisches zum Labrador Retriever

Wie die Neufundländer und die Landseer stammen auch die Labrador Retriever von der Ostküste Kanadas, ihren Namen erhielten sie von der Halbinsel Labrador. Wahrscheinlich teilt sich die Rasse mit dem Neufundländer gemeinsame Vorfahren, ab 1814 grenzte man beide Linien voneinander ab. In den folgenden Jahrzehnten züchteten die Briten gezielt den Labrador Retriever für Apportieranlagen und auch zum Fischen, die Hunde sollten abgetriebene Fischernetze an Land holen. Der Earl Malmesbury (1778 – 1841) war der erste Züchter, der die Labrador Retriever gezielt für die Jagd zog und ausbildete. Adlige interessierten sich für die Rasse, die 1903 durch den Kennel Club anerkannt wurde. Heute ist sie weltweit gut verbreitet, in Deutschland stehen Labrador Retriever auf dem vierten Rang der Welpenstatistik.

Labrador Retriever: Einsatz und Eignung

Da die Labrador Retriever über mehr als 200 Jahre für die Jagd und zum Apportieren gezüchtet wurden, verfügen sie über eine vorzügliche Nase und ein weiches Maul. Zudem sind sie äußerst lernfähig und aufmerksam, sie beobachten ihren Menschen andauernd und freuen sich über wirklich jedes Lob. Das macht die Rasse zu sehr guten Familienhunden, wozu auch die fehlende Aggressivität gegenüber Menschen beiträgt.

Auch Familien mit Kindern können sehr gern einen Labrador Retriever halten, müssen ihm aber Auslauf verschaffen und ihn auch - siehe oben - geistig fördern. Er lernt wirklich fast täglich etwas Neues und braucht diese Herausforderung auch, sonst sucht er sich unangebrachte Beschäftigungen. Labrador Retriever sind darüber hinaus Jagd- und Blindenhunde, Therapiehunde, Drogenspürhunde sowie Rettungshunde.
 

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