Labrador

Der Labrador-Retriever wird von der FCI als britische Hunderasse in der Gruppe 8, Sektion 1, Nr. 122 als Rasse anerkannt. Die Rüden werden bis 57 cm, die Hündinnen bis 56 cm hoch, kleine Abweichungen sind tolerabel.

Ursprünglich als Jagdhund gezüchtet gelten Labradore aufgrund ihres sehr freundlichen Charakters auch als ausgezeichnete Familienhunde.

Aussehen und Charakter

Die Fellfarben reichen von einfarbig schwarz, braun oder gelb über fuchsrot bis hellcreme, der Hund ist kräftig mit breitem Schädel. Das Fell ist kurz mit wasserdichter Unterwolle, die mittelgroßen Ohren sind hinten und dicht angesetzt, ein kräftiger, mittellanger und nicht spitzer Fang ergänzt das Erscheinungsbild.

Auffallend ist der tiefe Brustkorb, die aktiven, wenngleich freundlichen Hunde zeichnen sich durch eine breite, kurze Lendenpartie und Hinterhand sowie die sich verjüngende Rute aus. Labradore sind nicht aggressiv und auch nicht unangebracht scheu. Es gibt in Kontinentaleuropa in jüngster Zeit „Showlinien“ vom Labrador, die etwas kompakter gebaut sind. Das Wesen des Labradors ist grundsätzlich gutmütig und freundlich.

Geschichte des Labradors

Die Vorfahren der Rasse stammen aus Kanada, namensgebend ist die Labrador-Halbinsel. Ab 1814 unterschied man Labradore von Neufundländern, im Verlaufe des angebrochenen 19. Jahrhunderts züchteten die Engländer die Rasse zum Standard „Labrador Retriever“, der ab 1870 definiert wurde.

Der Zusatz “Retriever” bezog sich auf das Apportieren, Labradore sind eigentlich Jagdhunde, die auch - ähnlich wie der Golden Retriever - beim Fischfang halfen. Jagdbegeisterte britische Adelige züchteten schließlich den reinrassigen Labrador, als dessen Vorfahr ein 1885 geborener Hund namens Avon gilt. Alle Tiere der Rasse waren zunächst schwarz, Ausnahmen galten bis zum gelben Labrador Ben of Hyde (geboren 1899) als Fehlzüchtung. Ab 1903 anerkannte der englische Kennel Club die Rasse.

Pflege und Eignung

Labradore wurden als Jagdhunde gezüchtet und sind es noch, wozu ihr weiches Maul (beim Apportieren) und die vorzügliche Nase beitragen. Die lernfähigen Hunde tragen gefundenes Wild unbedingt dem Jäger zu, dabei agieren sie sehr aufmerksam und freuen sich über Lob.

Durch den sehr freundlichen und nicht-aggressiven Charakter sind Labradore darüber hinaus ausgezeichnete Familienhunde, die indes viel Beschäftigung und Auslauf benötigen. Bei Unterforderung würden sie unerwünschte Verhaltensweisen entwickeln.

Neben dem Einsatz und der Eignung als Familienhund, der auch mit Kindern bestens auskommt, kann ein Labrador als Blinden- und Therapiehund, Drogenspürhund und Rettungshund eingesetzt werden.

Als Schutz- oder Wachhunde sind Vertreter dieser Rasse nicht geeignet, dazu fehlt ihnen die nötige Aggression. Das Fell benötigt Pflege durch Bürsten, ansonsten sind Labradore in Bezug auf die körperliche Pflege Hunde mit normalen Ansprüchen.

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