Vizsla - Ungarischer Jagdhund

Den ungarischen Jagdhund Vizsla (FCI-Gruppe 7, Sektion 1.1) gibt es in zwei durch die FCI unterschiedenen Versionen: als drahthaarigen ungarischen Vorstehhund mit der Standard-Nr. 239 und als kurzhaarigen ungarischen Vorstehhund mit der Standard-Nr. 57. Die beiden Varianten unterscheiden sich bis auf das Fell nur geringfügig, weshalb wir die wesentlichen Eigenschaften der Gesamtrasse zusammenfassen wollen. Bei beiden Linien erreichen die Rüden eine Widerristhöhe von 58 – 64 cm, die Hündinnen von 54 – 60 cm.

Ungarischer Jagdhund Vizsla: Aussehen und Charakter


Vizsla - Ungarischer Jagdhund

Die Fellunterschiede zwischen beiden Linien ergeben sich schon durch die Bezeichnung, beim kurzhaarigen Magyar Vizsla kann das Fell alle farblichen Nuancen zwischen Semmelgelb und Dunkelgold aufweisen, der Drahthaar-Vizsla ist vorwiegend semmelgelb. Geflecktes Fell ist unerwünscht. Die Augenfarbe passt zur Fellfarbe oder ist leicht dunkler, die Ohren hängen mit tiefem Ansatz dicht bei den Wangen. Die Lefzen liegen an, Kehllappen sind unerwünscht.

In der Bewegung trägt der ungarische Jagdhund Vizsla seine Rute waagerecht. Die Rasse ist hager, wobei der Drahthaar Vizsla etwas robuster als sein kurzhaariger Artgenosse erscheint.

Die Rasse gilt als leicht erziehbar und anhänglich, kontaktfreudig und in der Jagd sehr beharrlich mit gutem Vorstehvermögen. Auch die hochsensible Nase befördert die ausgezeichneten Jagdeigenschaften des Vizsla.

Geschichte des Vizsla

Die Rasse entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, allerdings brachten schon die Magyaren im 9. bis 10. Jahrhundert einen ähnlichen Hundetyp aus ihrer Ursprungsheimat Asien mit. Die goldene Färbung dient dem Zweck der Tarnung in Getreidefeldern und Steppen. Ab 1920 wurde der inzwischen kleiner gewordene Bestand registriert, vermehrt als Jagdhund eingesetzt und schließlich 1936 durch die FCI als Rasse anerkannt, und zwar zunächst in der kurzhaarigen Version. Die Drahhaar-Variante entstand durch Einkreuzung mit dem Deutsch Drahthaar, diese Vizsla-Rasse anerkannte die FCI 1965.

Pflege und Eignung

Der drahthaarige Vizsla braucht eine gewisse Fellpflege durch Bürsten, während das Fell der kurzhaarigen Vertreter weitestgehend selbstreinigend seine Form auch bei wenig Pflege hält. Wenn die Tiere artgerecht gehalten werden, brauchen ihre Besitzer die Krallen nicht zu verschneiden. Seinem Namen entsprechend ist der Vizsla ein Jagdhund und hierbei ziemlich universell einsetzbar.

Er bewährt sich hervorragend als Schweißhund und apportiert gern mit seinem weichen Fang, auch überzeugt er mit Ausdauer und Schnelligkeit ähnlich wie ein Windhund sowie mit seiner Fährtensicherheit. Vizslaren sind ausgesprochen lernwillig, kaum aggressiv und sehr menschenfreundlich, sie gelten als sensibel und anhänglich, was die Zwingerhaltung verbietet.

Wer den ungarischen Jagdhund Vizsla gut beschäftigt, kann ihn als Familienhund halten.
 

website statistics