Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund ist eine von der FCI in Sektion 1, Gruppe 1, Nr. 166 anerkannte Hunderasse, die zu einer Gruppe von Schäferhunden gehört. Nicht alle aus dieser Gruppe entstandenen Rassen werden von der FCI anerkannt. Die Maße des Deutschen Schäferhundes bestimmt die FCI mit einer Widerristhöhe von 60 - 65 cm bei Rüden (Gewicht: 30 - 40 kg) und 55 - 60 cm bei Hündinnen (Gewicht: 22 - 32 kg).

Schäferhund: Eigenschaften und Wesen

Zunächst einmal sind die Deutschen Schäferhunde von den nicht anerkannten Rassen zu unterscheiden, zu denen der Altdeutsche Schäferhund und die Altdeutschen Hütehunde (unter anderem Gelbbacke, Tiger, Schafpudel, Harzer Fuchs und weitere), der Osteuropäische Schäferhund und der Miniature American Shepherd gehören. Der Deutsche Schäferhund ist kräftig und mittelgroß mit gut gewölbtem Brustkorb sowie ausgreifendem Schritt, was ihn zum guten Traber macht. Der keilförmige Kopf steht in guter Relation zum Körper, kennzeichnend sind das Scherengebiss, die Stehohren, die dunklen Augen und die sichelförmige Rute.

Es gibt verschiedene Fellvarianten, darunter graue, schwarz-gelbe und braune Schäferhunde, wobei Letztere einen schwarzen Sattel und weitere schwarze Abzeichen tragen. Einige Deutsche Schäferhunde sind fast oder völlig schwarz. Weiße Schweizer Schäferhunde sind eine eigene Rasse (Berger Blanc Suisse, Gruppe 1, Sektion 1, Nr. 347). Ein Deutscher Hund ist nervenfest und ausgeglichen, außerhalb einer Reizlage ist er gutartig. Dabei lernt er sehr gut und muss konsequent erzogen werden.

Geschichte des Schäferhundes

Ursprünglich nutzten Schafhirten diese Hunde und setzen sie bis heute ein, ab dem frühen 20. Jahrhundert wurde der Deutsche Schäferhund gezielt gezüchtet. Der Begründer dieser Zucht war Max von Stephanitz, er definierte den Schäferhund explizit als Hüte- und Herdenhund. Es soll ab den 1870er Jahren bis rund 1900 auch Einkreuzungen mit dem Wolf gegeben haben, die aber die Eigenschaften des Schäferhundes verschlechterten und daher aufgegeben wurden. Seither betrieben vor allem deutsche Züchter gezielt die Entwicklung der Rasse des Deutschen Schäferhundes. Einen ersten Verein gab es schon 1899 in Karlsruhe, die FCI anerkannte ihn im frühen 20. Jahrhundert. Während des Zweiten Weltkrieges nutzten ihn nicht nur die Deutschen für ihre Propaganda, der Hund war auch bei den Alliierten außerordentlich beliebt.

Schäferhund: Einsatz und Verwendung

Der Schäferhund ist ein Begleit-, Schutz-, Wach-, Dienst- und Hütehund, die Polizei setzt ihn international sehr gern ein. Darüber hinaus gilt er als hervorragender Rettungshund und ist in dieser Eigenschaft die international meistverwendete Rasse. Auch ein reiner Familienhund ist der Deutsche Schäferhund, der dabei allerdings viel Bewegung und Beschäftigung benötigt.
 

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