Boston Terrier

Der Boston Terrier wird von der FCI als US-amerikanische Hunderasse in der Gruppe 9, Sektion 11, Nr. 140 anerkannt. Schon seit 1979 ist diese Rasse der State Dog von Massachusetts, das heißt, der US-Bundesstaat (Hauptstadt: Boston) stellt eine besondere geschichtliche Verbindung des Boston Terriers zu Massachusetts her. Die Widerristhöhe der Boston Terrier ist von der FCI nicht festgelegt, Rüden werden in der Regel 36 bis 42 cm hoch. Beim Gewicht definiert die FCI drei Klassen: unter 6,8 kg, unter 9 kg und unter 11,4 kg.

Boston Terrier: Aussehen und Charakter

Typisch ist beim Boston Terrier wie bei allen Terrierarten der muskulöse, kompakte Körper, den der Hund kraft- und würdevoll bewegt. Das Fell ist kurz und glatt, dabei weich und glänzend, an Farben treten gestromte, schwarze oder schwarz-rötliche Töne auf. Letztere bezeichnen die Amerikaner als „seal“, das heißt, der rötliche Schimmer im schwarzen Fell ist nur bei hellem Licht - vor allem in der Sonne - zu erkennen.

Auf der Brust, über den Augen und auf der Schnauze finden sich weiße Markierungen, die oft auch am Hals und den unteren Extremitäten zu erkennen sind. Der Kopf ist massig mit flachem Schädel und einer quadratischen, kurzen Schnauze, auffällig sind zudem die großen, dunklen und runden Augen. Ein weiteres phänotypisches Charakteristikum des Boston Terriers sind seine relativ großen und stehenden Ohren, deren Kupieren - ebenso wie das der Rute - in Deutschland - verboten ist.

Charakterlich sind Boston Terrier zwar milde aggressiv, wie sie es sein sollten, jedoch auch familienfreundlich und an bekannte Menschen ihrer Umgebung gut anpassungsfähig.

Geschichte des Boston Terriers

Die Amerikaner züchteten die Hunderasse ab den 1870er Jahren als Boston Bulldog aus dem Weißen Englischen Terrier (der ausgestorben ist) und der English Bulldog. Später kreuzte man noch die Französische Bulldogge ein. Nach einer Ausstellung im Jahr 1878 in Boston verlieh im 1891 der American Kennel Club seinen heutigen Namen Boston Terrier. Ab 1927 hielten sich sehr vereinzelt Europäer diesen Hund, der bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hier sehr selten anzutreffen war. Erst ab den 2000er Jahren wuchs der Bestand in unseren Breiten, auch in Deutschland verzeichnet man seit einem Jahrzehnt rasant steigende Welpenzahlen.

Pflege und Eignung

Der Hund braucht keine ausnehmend große Fellpflege und wird ausdrücklich nicht zur Jagd eingesetzt. Es ist ein wachsamer und sehr intelligenter Begleithund, auch als Familienhund lässt sich ein Boston Terrier gut halten. Ältere Menschen können ihn zum Schutz anschaffen, denn er passt sich gut in den Haushalt ein und wirkt im erwünschten Maße abschreckend.

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