Dackel

Der Dackel oder Teckel (Jägersprache) wird von der FCA als deutsche Hunderasse in der Gruppe 4, Sektion 1, Nr. 148 anerkannt. Der Deutsche Teckelklub züchtet seit 1888 den Dackel, der auch Dachshund aufgrund des historischen Bezugs als Jagdhund (speziell gegen Dachsbauten) bezeichnet wird. Die Widerristhöhe legt die FCI nicht fest, das Gewicht ist bei einer Obergrenze von rund 9 kg definiert.

Dackel: Aussehen und Charakter

Das wichtigste Kennzeichen der Rasse sind die sprichwörtlichen kurzen Dackelbeine. Die Gestalt ist kompakt und sehr muskulös, den Kopf trägt der Dackel aufrecht mit aufmerksamem Gesichtsausdruck. Dackel können verschiedenen Größen erreichen und zeichnen sich durch unterschiedliche Fellvariationen aus: Es gibt Langhaar-, Kurzhaar- und Rauhaardackel in jeweils mehreren Farbvariationen.

Der Rassestandard schließt schwarze Dackel ohne Brand und weiße Dackel aus. Die hängenden Ohren eines Dackel sitzen sind nicht zu weit vorn und sind nicht übertrieben lang. Eine Größenunterscheidung nimmt die FCI zwischen Teckel, Zwergteckel und Kaninchenteckel nach Brustumfang vor, die Grenzen liegen bei über 35 cm, 30 - 35 cm und unter 30 cm.

Dackel sind sehr selbstbewusst, was bei der Jagd auf Dachse hilfreich ist. Die Bindungswilligkeit der Rassehunde gilt als eher schwach, sie müssen sachkundig, liebevoll und mit Konsequenz erzogen werden. Ein Dackel greift unter Umständen auch größere Hunde an.

Geschichte des Dackels

Die Geschichte der Rasse könnte über 2.000 Jahre zurückreichen, denn vermutlich schon die Kelten hielten Vorläufer der Rasse (“Keltenbracke”) für die Jagd. Im 2. Jahrhundert n. Chr. wurden sie in der römischen Literatur erwähnt, im Mittelalter wurden sie gezielt in der europäischen Jagd eingesetzt. Die bekannten Bracken wurden gezielt auf die Kurzläufigkeit hin gezüchtet, um Dachse und Füchse in ihren Bauten aufzuspüren. Die neuzeitliche Zucht begann ab den 1880er Jahren, ab 1925 wurde ein allgemeingültiger Dackelstandard publiziert. Bis heute genießt der Dackel in Deutschland eine sehr hohe Popularität.

Eignung und Pflege

Bei der Dackelpflege ist neben der Fellpflege mit mäßigem Aufwand an die Möglichkeit eines Bandscheibenvorfalls zu denken, der durch die kurzen, gebogenen Gliedmaßen im Verhältnis zur langen Wirbelsäule hervorgerufen werden kann.

Die mögliche Erkrankung der “Dackellähme” ist durch ein ausgewogenes, nicht zu hohes Gewicht zu vermeiden. Auch benötigt ein Dackel stets genügend Auslauf. Eingesetzt wird er nach wie vor zur Jagd, wie eh und je jagen Dackel Dachse und Füchse aus ihrem Bau heraus. Sie sind außerdem gute Stöberhunde für Drückjagden auf größere Tiere und nehmen gut Fährten auf.

Familien halten den Dackel als Begleithund, wobei Frauchen oder Herrchen eine konsequente Erziehung betreiben müssen. Ein Kuschelhund für Kinder ist der Dackel eher nicht.
 

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