Englische Bulldogge

Die britische Hunderasse Englische Bulldogge wird von der FCI in Gruppe 2, Sektion 2.1, Nr. 149 anerkannt. Rüden erreichen ein Gewicht von 25 kg,
Hündinnen von 23 kg.

Englische Bulldogge: Aussehen und Wesen

Es handelt sich bei der Englischen Bulldogge um einen recht schweren Hund mit fein strukturiertem, kurzem, glattem und dichtem Haar, das rot in jeder Schattierung, gestromt, weiß, gescheckt, falb oder rehbraun erscheinen kann, während nach dem geltenden Rassestandard eine schwarze Färbung unerwünscht ist. Der Kopf der Englischen Bulldogge ist nur mäßig groß, aber massig mit kurzer Schnauze. Eines der auffälligsten Merkmale ist die breite Brust bei eher schmalem Hinterteil. Die Ohren stehen hoch und weit auseinander, sie sind als sogenannte „Rosenohren“ klein und dünn.

Englische Bulldogge
Auch die Eigenschaften der Rute definiert der Rassestandard recht genau. Sie muss tief angesetzt sein und an der Wurzel gerade heraustreten sowie nach unten gebogen sein. Exemplare mit fehlender oder eingewachsener Rute (sogenannte Korkenzieherrute) erfüllen nicht die Vorgaben der FCI. Vom Wesen her ist diese Rasse kühn und aufmerksam, loyal, zuverlässig und grimmig im Aussehen, jedoch liebenswürdig im Wesen. Auch lassen sich Englische Bulldoggen durchaus gut erziehen. Ihre Besitzer müssen nur bedenken, dass sie nicht unbedingt und um jeden Preis gehorchen.

Herkunft und Geschichtliches zur Englischen Bulldogge

Bei der Englischen Bulldogge handelt es sich um eine sehr alte Rasse, deren Ursprünge bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurückzuverfolgen sind. Vermutlich waren es Phönizier, die mit Britannien Handel trieben und Molosser aus der Levante mit britannischen Doggen kreuzten. Eine erste Erwähnung in der Fachliteratur findet der Hund ab dem 13. Jahrhundert als “Bonddog” oder “Bolddog”, also “fesselnder” oder “kühner” Hund. Seit dem 17. Jahrhundert heißt er “Englische Bulldogge”. Die Rasse wurde als Kampfhund gezüchtet und gehalten.

Das ursprüngliche Metier war Bullbaiting (Bullenbeißen), die Hunde traten gegen ausgewachsene Bullen an. Die Zucht förderte die Aggressivität und den Mut sowie die breiten Kiefer, die kurze Schnauze und die zurückgenommene Nase. Mit dieser konnte sich der Hund in die Nase eines Bullen verbeißen und dabei selbst weiter atmen. Diese Kämpfe wurden später verboten, jedoch gründete sich 1864 als erster Rassehunde-Verein überhaupt „The Bulldog Club“, der sich zwar nicht halten konnte, aber immerhin einen Rassestandard festlegte. Ab den 1870er Jahren züchtete man die Englische Bulldogge schließlich als Familienhund.

Englische Bulldogge: Einsatz und Verwendung

Die Englische Bulldogge war einmal ein Kampfhund, steht aber heute auf keiner Liste mehr (jedenfalls nicht in Deutschland), sondern ist ein idealer Familienhund. Vertreter der Rasse müssen mit liebevoller Konsequenz erzogen werden. Sie sind sensibel, auch neigen sie etwas zur Bequemlichkeit, daher benötigen sie Motivation. Für Stadtwohnungen gelten sie als geeignet.
 

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