Fox Terrier

Den britischen Fox Terrier anerkennt die FCI unter zwei Rassestandards: In der Gruppe 3, Sektion 1 gehören Nr. 12 und 169 zum Fox Terrier. Nr. 12 ist der Glatthaar Fox Terrier, Nr. 169 der Drahthaar Fox Terrier. Es gelten hinsichtlich der Widerristhöhen und des Gewichts bestimmte Unterscheidungen.

Die Drahthaar-Rüden sollen bis 39 cm hoch und idealerweise bis 8,25 kg schwer werden, bei den Glatthaar-Rüden ist die Widerristhöhe nicht festgelegt. Das Gewicht der Glatthaar-Rüden soll um 7,5 - 8,0 kg betragen. Die Hündinnen wiegen etwas weniger. Die korrekte englische Schreibweise lautet Fox Terrier, im Deutschen ist auch Foxterrier zulässig.

Fox Terrier: Aussehen und Charakter

Im Wesentlichen unterscheiden sich die beiden Rassen vorwiegend durch das Haar und den kleinen Größenunterschied, ansonsten sehen sie sich sehr ähnlich. Das Fell eines Fox Terriers ist weiß oder schwarz und kann jeweils komplementär schwarze oder lohfarbene Abzeichen tragen. Die Ohren V-förmig und klein sowie abgeknickt, sie fallen mit einer Falte nach vorn an die Wangen.

Die Hunde sind robust und gut bemuskelt, die Rute setzt oben an und ist leicht gebogen. Der ausgeprägte Kopf wird durch die spitz zulaufende Schnauze und die dunklen Augen charakterisiert. Diese Hunde sind aufmerksam, freundlich und schnell, bei der Jagd gelten sie als furchtlos. Dabei sind sie energiegeladene und sehr intelligente Hunde, die als Familienhund sehr viel gefordert werden müssen. Der Jagdtrieb ist stark ausgeprägt, zudem sind Fox Terrier charakterlich unabhängige Hunde.

Geschichte des Fox Terriers

Vermutlich im 19. Jahrhundert züchteten englische Jäger den Fox Terrier ein, der Kennel Club nahm die Rasse 1876 in sein Register auf. Die Vorläufer der Fox Terrier (beider Rassen) waren Laufhunde, sie wurden schon im 14. bis 15. Jahrhundert in England bei der Fuchsjagd eingesetzt. Es gibt aus jener Zeit Jagdgemälde, auf denen die Verwandtschaft zum heutigen Fox Terrier zu erkennen ist. Ab den 1880er Jahren züchteten auch die Deutschen den Fox Terrier, vor allem Prinz Albrecht zu Solms-Braunfels errang mit seiner Zucht landesweite Bedeutung. Die Zucht zum Standard “Drahthaar Fox Terrier” ab Ende des 19. Jahrhunderts basiert wahrscheinlich auf der Kreuzung zwischen einem Glatthaarfox und einem drahthaarigen englischen Terrier. Das bedeutet, von den beiden gegenwärtigen Fox Terrier Rassen wäre der Glatthaarfox die ältere. Ab 1913 züchtete man stark die Drahthaar Fox Terrier.

Pflege und Eignung

Ein Drahthaar Fox Terrier ist regelmäßig zu trimmen. Die beiden Rassen jagen sehr gern, der Name leitet sich schließlich von der Fuchsjagd ab (Fox = Fuchs), aber auch Dachse und Wildschweine werden vom Fox Terrier gut verfolgt. Es sind gute Begleithunde, wenn sie konsequent erzogen werden, ausgesprochene Kuschelhunde für Kinder sind es nicht.
 

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