Malteser

Der Malteser wird von der FCI in Gruppe 9, Sektion 1.1, Nr. 65 als Hunderasse anerkannt. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 21 – 25 cm, Hündin von 20 – 23 cm. Das Gewicht wird mit drei bis vier Kilogramm angegeben.

Malteser: Aussehen und Wesen

Der Malteser ist ein sehr kleiner, reinweißer Hund mit langem, seidigen Haarkleid ohne Unterwolle, das ständiger Pflege bedarf. Sein Wesen ist sehr angenehm und ruhig, er verträgt auch äußeren Stress relativ gut. Die Hunderasse zeichnet sich durch ihre hervorragende Auffassungsgabe aus, sie gilt als intelligent und wachsam.

Dabei bleiben Malteser geduldig und einfühlsam, sie sind gleichzeitig spielfreudig und lernwillig. Als Partner des Menschen ist ein Malteser anspruchsvoll, seine Besitzer haben an ihm viel Freude. Die Hunde dürfen nicht übergewichtig werden, sie könnten sonst Probleme mit ihren Kniescheiben bekommen (Patellaluxation). Auch tendieren sie ein wenig zur Bindehautentzündung, zu erkennen an einer rötlichen Färbung des Fells um die Augenpartie herum.

Herkunft und Geschichtliches zum Malteser

Es handelt sich beim Malteser um eine sehr alte Rasse, die vermutlich durch phönizische Kaufleute schon vor mehr als 2.000 Jahren aus Ägypten in den Mittelmeerraum eingeführt wurde. Jedoch sind Malteser wahrscheinlich noch viel älter, denn im Grab des Pharaonen Ramses II., der im 13. Jahrhundert vor Christus gelebt hatte, fand man Statuetten, die dem heute bekannten Malteser bereits ähnelten. Auch Abbildungen auf Vasen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus verweisen auf diese Rasse. Allerdings sind diese Theorien zur Rasseherkunft hypothetischer Natur.

Man leitet die Herkunft auch aus dem Namen ab, der wiederum viele Rückschlüsse zulässt. Neben der Insel Malta könnten auch die Adria-Insel Méléda und die sizilianische Stadt Melita als Namensgeber fungiert haben. Möglicherweise wurden Malteser auf ihre Kleinheit aus mittelgroßen Schäferhunden gezüchtet. Als gesichert gilt, dass im klassischen Griechenland und im antiken Rom langhaarige, weiße Zwerghunde existierten, von denen es eine Linie zum heutigen Malteser geben muss

Malteser: Einsatz und Verwendung

Ein reiner Schoßhund sollte der Malteser nicht sein, er ist jedoch als Gesellschaftshund gezüchtet worden. Dadurch eignet er sich für Senioren und auch sehr gut für Familien, wobei die körperliche und geistige Auslastung gewährleistet bleiben muss. Durch das anschmiegsame Wesen und die enge Beziehung zum Halter sind Malteser als treue Begleiter sehr beliebt, ihre Lernfreude lässt sie mit Kindern gut spielen und umgehen. Mehrmals täglich sollte ein Malteser auf kurze Spaziergänge mitgenommen werden, wobei er durchaus auch Spuren verfolgt, weil er zwar nicht mit einem hohen Jagdtrieb ausgestattet, aber sehr neugierig ist. Mangelnde Auslastung würde zu Aggressivität führen, daher ist eine Reduzierung auf die Rolle des Schoßhundes nicht angebracht.
 

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