Mops

Der Mops, sehr bekannt durch das Lied “Ein Mops kam in die Küche …” wird von der FCI als englische Hunderasse in Gruppe 9, Sektion 11, Nr. 253 anerkannt. Die Widerristhöhe legt die FCI für den kleinen Mops nicht fest, das Gewicht der Rüden soll idealerweise 6,3 - 8,1 kg betragen. Der Spott, den wir hier selbst versprühen, geht übrigens fehl: Der Mops hat eine große kulturelle Geschichte (siehe unten).

Mops: Aussehen und Charakter

Der Mops hat kurzes und glattes, dabei weich-glänzendes Fell, das einfarbig schwarz, beige in verschiedenen Nuancen und silbergrau sein kann. Er trägt Abzeichen, die schwarz sein und sich von der Fellfarbe deutlich abgrenzen sollen. Kennzeichnend sind außerdem die kleinen Ohren, die nach vorn fallen und dabei das Mops-typische “Knopfohr” bilden, wobei auch Rosenohren erlaubt sind. Das Mopsgesicht kommt durch die leicht vorstehenden Augen, die dicke Nasenfalte und den kaum erkennbaren Fang zustande. Dieser ist freilich vorhanden, Möpse können zubeißen wie jeder andere Hund auch. Sie sind vom Wesen her angenehme Begleithunde, trotz ihrer kompakten Kleinheit, die dem unbefangenen Beobachter vor Rührung das Herz bricht, bringen sie Charme und Würde mit. Auch gelten sie als intelligent, ausgeglichen und fröhlich, manchmal auch sehr lebhaft, sodass sich ein besserer Familienhund kaum denken lässt (gerade bei einer Familie mit kleineren Kindern).

Darüber hinaus - das soll eine Warnung an unbesonnene Mops-Fans sein - können vor allem Weibchen dieser Rasse echte Schlitzohren sein und mit ihrem Gesicht zunächst alle und jeden um die Pfote wickeln, um sich anschließend satte Vorteile zu verschaffen (meist beim Futter und in Bezug auf den bevorzugten Schlafplatz). Auch sind Mops-Weibchen nicht ganz so harmlos, wie sie aussehen: Sie schnappen auch mal zu. Das gehört zum Wesen des Mopses, der für seine Kleinheit etwas zu mutig ist.

Herkunft und Geschichtliches zum Mops

Die Rasse taucht auf chinesischen Darstellungen auf, die über 2.000 Jahre alt sind. Vorläufer waren vermutlich doggenähnliche Hunde, der Mops wurde dann zum Kaiserhund geadelt. Ab dem 16. Jahrhundert führten ihn die Niederländer nach Europa ein, wo ihn die Damen in ihren Salons lieb gewannen und bis heute lieb behielten. Berühmte Maler wie Goya dokumentierten das in ihren Adligen-Porträts. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts erfuhr die Rasse als Modehund einen nochmaligen Aufschwung.

Mops: Einsatz und Eignung

Dieser Hund war, ist und bleibt ein Gesellschafts- und Begleithund, das Wort Schoßhund wollen wir hier nicht erwähnen. Dabei ist seine kulturelle Geschichte groß: Die deutsche Stadt Bretten hielt 1504 einer württembergischen Belagerung durch einen tapferen Mops stand, dem heute ein Denkmal (“Brettener Hundle”) gewidmet ist, auch der niederländische Prinz Wilhelm I. wurde im 16. Jahrhundert durch das Bellen seines Mopses vor einem Mordanschlag gerettet, ein anderer Mops schlug sich Anfang des 18. Jahrhunderts bei einer Schlacht durchs Kampfgetümmel. Ebenfalls im 18. Jahrhundert gab es unter den Freimaurern einen “Mopsorden” (mit einer Symbolfigur aus Porzellan). Es gibt noch mehr solcher Geschichten: Der Mops ist berühmt wie kaum ein anderer Hund.
 

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