Yorkshire Terrier

Der Yorkshire Terrier wird als britische Hunderasse von der FCI in der Gruppe 3, Sektion 4, Nr. 86 anerkannt. Die Widerristhöhe legt die FCI nicht fest, das Gewicht beträgt maximal 3,2 kg. Der sehr kleine Terrier erfreut sich einer großen Beliebtheit als Familienhund, ohne die typischen Eigenschaften seiner Rasse zu verlieren.

Yorkshire Terrier: Aussehen und Charakter

Es handelt sich beim kleinen Yorkshire Terrier mit seinem geringen Gewicht um den typischen kleinen Gesellschaftshund, den böse Zungen auch schon “Schoßhündchen” tauften. Typisch ist bei dieser Rasse das feine und glänzende, relativ lange Haar, das zwar nicht glatt, aber auch nicht kraus oder lockig erscheint. Farblich erstreckt sich Stahlblau vom Hinterhauptbein bis zur Rute, die Mischung mit dunklen oder falben Farben gilt als nicht rassegerecht. An der Brust ist das Haarkleid von sattem Braun, auch die Rute ist sehr stark behaart. Der Yorkshire Terrier trägt sie leicht über seinem Rückenniveau.

Die hoch angesetzten, V-förmigen Ohren sind klein und werden aufrecht getragen. Aufgrund der starken Behaarung sind die geraden Läufe eines Yorkshire Terriers kaum zu sehen.

Das Wesen dieser Hunde ist von großer Lebhaftigkeit und überbordendem Selbstbewusstsein bis hin zu leichter Aggression geprägt, womit die kleine Terrierart die Nachteile des geringen Wuchses kompensiert. Menschen können sich das zunutze machen, ein Yorkshire Terrier ist gut als Wachhund geeignet. Auch ist er sehr intelligent und muss daher konsequent geführt werden.

Die niedliche Erscheinung sollte also seine Besitzer und deren Familie nicht über die Hartnäckigkeit und “Bissigkeit” des kleinen Terriers hinwegtäuschen. Ein Yorkshire Terrier greift bedenkenlos Eindringlinge und sogar etwas größere Hunde an. Übrigens kann diese Rasse Augenprobleme bekommen, sie tendiert zum Grünen Star, was sich durch einen Gentest überprüfen lässt.

Geschichte des Yorkshire Terriers

Seinen Namen hat dieser Terrier wegen seiner Zucht in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire, wo ihn ärmere Menschen ab dem 19. Jahrhundert zur Rattenjagd hielten. Die Zucht basierte auf der Kreuzung von Skye Terriers mit anderen Rassen, wahrscheinlich vorrangig dem Malteser. Im späten 19. bis frühen 20. Jahrhundert stieg der Yorkshire Terrier auf, er wurde zum beliebten Gesellschaftshündchen wohlhabenderer Damen und hat diesen Status bis heute behalten.

Pflege und Eignung

Das dünne Haar eines Yorkshire Terriers muss gut gepflegt werden, hält aber die Form über alle vier Jahreszeiten. Es handelt sich um einen ausgesprochen sozialen Hund, der gut in die Familie zu integrieren ist, von Damen ab 50 über alles geliebt wird und seine Familie gut verteidigt.

Fremde - auch Familienfreunde - haben es schwer, mit ihm Freundschaft zu schließen, es gelingt oft über Jahre nicht. Seine Besitzer müssen dieses kleine Energiebündel gut beschäftigen, damit der Yorkshire Terrier ruhig und ausgeglichen bleibt.
 

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