Tipps zum Welpenkauf

Wer sich zur Anschaffung eines Welpen entschieden hat, steht vor einer bedeutenden Frage. Wo erwerbe ich den Hund? Diese Überlegung ist sehr wichtig, denn sie entscheidet über die weitere Entwicklung des Vierbeiners und auch darüber, ob sogenannten Vermehrern sowie Massenhändlern das Handwerk gelegt wird. In den letzten Jahren sind Tiere und insbesondere Welpen nämlich aufgrund unseriöser Machenschaften zu einer echten Billigware geworden.

Abgabealter des Welpen beachten und Muttertier vorstellen lassen

Nur artgerecht aufgezogene Welpen haben eine Chance, sich prächtig zu entwickeln. Dazu gehört unter anderem, dass der Vierbeiner mindestens bis zum Alter von 8 Wochen eine enge Bindung zum Muttertier hat. Die Muttermilch beinhaltet wertvolle Nährstoffe, die das Gedeihen des Welpen positiv beeinflussen. Die Bindung zum Rudel prägt das spätere Sozialverhalten. Wer sich einen Welpen anschaffen möchte, sollte also unbedingt auf dessen Alter achten und sich das Muttertier vorstellen lassen. Um Schwindeleien nicht auf den Leim zu gehen, lohnt es, die Art des Umgangs desselben mit dem Welpen zu beobachten. Zeigt das Alttier am Welpen kaum Interesse, dürfte die Abstammung lediglich vorgetäuscht sein.

Hygienische Bedingungen in Augenschein nehmen

Der seriöse Züchter wird alles daran setzen, die Tiere in einem hygienischen Umfeld aufwachsen zu lassen. Keime bergen nämlich immer ein gesundheitliches Risiko. Um die Sauberkeit des Lebensraums der Welpen zu beurteilen, sollte der künftige Hundebesitzer alle Sinne einsetzen. Augenscheinliche Verschmutzungen der Liegeflächen und Näpfe, unangenehme Gerüche oder Verklebungen jeglicher Art dürften vom Erwerb des Welpen abhalten. Handelt es sich bei der Unterbringung um einen dunklen Stall oder Keller beziehungsweise um einen zugigen Zwinger, sollte ebenfalls Abstand vom Kauf genommen werden. Der Lebensraum der Welpen lässt sich übrigens nur direkt vor Ort beurteilen. Allein aus diesem Grunde sollte die Übergabe des Hundes ausschließlich beim Züchter erfolgen.

Auf den Preis achten und Gesundheitszustand des Tieres prüfen

Die artgerechte Unterbringung und die Aufzucht von Welpen kosten viel Geld. Billig angebotene Tiere können daher nur unter ungünstigen Umständen aufgewachsen sein. Für den Rassehund vom Züchter müssen je nach Rasse zwischen 600 und 1.200 Euro investiert werden. Wird das Tier günstiger angeboten, ist Skepsis angebracht. Bei der Abholung sollte unbedingt der Gesundheitszustand des Welpen überprüft werden. Macht das Tier einen agilen Eindruck? Sind die Augen klar und frei von Verklebungen? Glänzt das Fell und ist es insbesondere im Afterbereich sauber? Sind die Rippen deutlich sichtbar? Dann ist das Tier zu dünn. Oder ist der Bauch aufgebläht? Dann hat der Welpe wahrscheinlich Würmer. Liegt ein Impfausweis vor?
 

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